Im folgenden habe ich eine Vielzahl an Augenkrankheiten aufgelistet. Die Informatinonen
habe ich mir aus dem Netz, aus Büchern und aus eigenen Erfahrungen gezogen. Dies soll eine
Art Leitfaden darstellen, eine Sammlung an Informationen, nicht aber eine Diagnostik durch
einen auf Augenkrankheiten spezialisierten Tierarzt ersetzen.
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Spaltlampenuntersuchung (Biomikroskopie)
Dieses Verfahren wird in der Augenheilkunde zur mikroskopischen Untersuchung der transparenten
Strukturen des Auges (Kornea, Vorderkammer, Linse und Glaskörper) benutzt. Ein Ophtalmoskop
erlaubt die Untersuchung bis zur Netzhaut.
Mit dem hellen Licht der Spaltlampe (welches regelbar ist) können auch Details wie Trübungen
und Auflagerungen bestimmt werden, wie zum Beispiel bei der Diagnose der Katarakte.
Zur Spaltlampen-Untersuchung benötigt man ein Mikroskop, an dem eine Spaltlampe befestigt ist.
Die Spaltlampe sendet ein schmales, spaltförmiges Lichtbündel aus. Dies ermöglicht einen optischen
Schnitt durch die transparenten Abschnitte des Augengewebes. So lässt sich die Feinstruktur, Lage
und Dicke der Gewebe gut erkennen.
Mittels der Spaltlampe können die vorderen Augenabschnitte untersucht werden:
Schaltet man bestimmte Zusatzgeräte, wie z.B. eine starke Sammellinse vor das Mikroskop,
so lassen sich auch
untersuchen.
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Tonometrie
Bei der Tonometrie wird der Augeninnendruck gemessen. Dadurch kann z.B. ein Glaukom
(Grüner Star) erkannt werden. Ebenso lassen sich Entzündungen im Auginneren hiermit erfassen.
Der normale Augeninnendruck liegt unter 25 mmHg ( Druckeinheit ).
Was darüber liegt gilt als erhöhter Augendruck und kann bereits Vorbote eines grünen Stars sein.
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Ophtalmoskopie (Augenspiegelung)
Ophtalmoskopie ist die Untersuchung des Augenhintergundes, bei der man die innere Oberfläche
des Augapfels betrachten kann. Folgende Strukturen können beurteilt werden:
- Netzhaut
- Aderhaut
- Sehnervenkopf (Papille)
- die versorgenden Blutgefäße des Auges
Mit Hilfe eines Vergrößerunsglases blickt man durch die Pupille hindurch in das Innere des Auges,
wobei das Auge mit einer Lichtquelle erhellt werden muss.
Es gibt zwei Technicken der Untersuchung des Augenhintergrundes:
- Die direkte Ophthalmoskopie
- Die indirekte Ophthalmoskopie
Die direkte Ophthalmoskopie wird als Augenhintergrund-Untersuchung im aufrechten Bild bezeichnet,
wobei ein sogenannter elektrischer Augenspiegel (Ophthalmoskop) benutzt wird.
Das Licht des Augenspiegels wird durch einen Spiegel in das Auge gelenkt, so dass man in das
Innere blicken kann. Man geht nahe an das Auge heran und sieht das Bild in ca. 16-facher Vergrößerung. Zu bemerken ist hierbei, dass man nur einen relativ kleinen Ausschnitt betrachten kann.
Die indirekte Ophthalmoskopie ist eine sogenannte Augenhintergrund-Untersuchung im umgekehrten Bild.
Dabei benutzt man eine Lupe die mit etwas Abstand vor das Auge gehalten wird. Das Bild des
Augenhintergrundes ist bei dieser Technik umgekehrt.
Der Vorteil gegenüber der direkten Untersuchung ist die größere Übersicht. Um Einzelheiten der
Netzhaut zu erkennen, kann man die Lupe in die Straheln einer Spaltlampe halten.
Um Veränderungen am äußeren Rand der Netzhaut zu untersuchen wird die Pupille mit Augentropfen
weitgetropft.
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Sonographie (Impulsechoverfahren)
Ultraschall-Untersuchung des Auges
Ultraschall bedeutet den Einsatz von Schallwellen die nicht hörbar sind. Trifft der Ultraschall
auf etwas wird er reflektiert (er kommt zurück).
Somit kann die Entfernung des reflektierenden Gewebes ermittelt werden. Durch ein Computerverfahren
lässt sich hiermit ein Bild der Dichteunterschiede von Organen und Geweben sichtbar machen.
Das Auge wird mit Augentropfen oberflächlich betäubt und die Ultraschallsonde wird direkt
auf das Auge aufgesetzt. Die dann entstehenden Bilder werden auf einem Monitor sichtbar.
In der Augenheilkunde gibt es zwei wichtige Darstellungsarten:
Das A-Bild: (A-Scan, Amplitudenscan)
Hierbei kann auf die Tiefe der reflektierenden Flächen geschlossen werden.
Bei einer OP des grauen Stars misst man so im vorhinein die Achsenlänge des Auges,
welche zusammen mit dem Radius der Hornhaut die Brechkraft der zukünftigen Kunstlinse
errechnen lässt.
Das B-Bild: (B-Scan, Brightness-Scan, Ultraschalltomographie)
Durch das hin- und herbewegen des Schallstrahles entlang einer Linie
wird eine Schnittfläche abgetastet.
Bei dieser Methode kann man eine Netzhautablösung oder einen Tumor erkennen.
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Buphtalmus

kindl. Glaukom, auch bekannt als Ochsenauge. Gleichmäßige Vergrösserung des gesamten Bulbus
infolge eines übermäßigen Anstiegs des Augeninnendruckes bei noch wachsendem Augapfel.
Ein Buphtalmus zeigt sich mit schwerer Sehminderung und einem Sekundärglaukom. Oftmals
eine Komplikation anderer Augenerkrankungen (Uveitis, Linsenluxation, Gefäßveränderungen,
Verletzungen).
Ursache:
Fehlbildung oder unzureichende Ausbildung des Kammerwinkels, der Abfluss des Kammerwassers
wird behindert.
Symptome:
Rötung im Bereich der Lederhaut. Die Hornhaut trübt durch Einrisse ein, die Pupille
ist weit und der Augeninnendruck ist erhöht.
Therapie
Goniotomie = Einschneiden des Gewebes im fehlgebildeteten Kammerwinkel
Trabekulektomie = Einen Streifen der Sklera herausschneiden um die Verbindung zwischen
Vorderkammer und subkonjunktivalen Raum herzustellen.
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Chronische Keratitis
Keratitis = Hautentzündung mit Verhornung
Keratitis interstitialis =
ist eine tiefgreifende Keratitis mit Uveitis und besenreiserartigen Gefäßneubildungen.
Die Keratitits ist die Entzündung der Kornea (Hornhaut). Als Zeichen der Entzündung wird in
#die Hornhaut Wasser eingelagert (Schwellung und Eintrübung: Kornea-Ödem). Gefäßte wachsen
in die geässlose Hornhaut ein. Kommt es zu lang anhaltenden Entzündungs-Zuständen wird
Pigment in die oberen Schichten der Kornea eingelagert.
Die Schäferhundkeratitis (Hornhautentzündung)
Tritt vor allem beim Schäferhund und deren Mischlingen auf und ist eine chronische Augenerkrankung.
Meist tritt die Krankheit zwischen dem 3. Und 5. Lebensjahr auf.
Die Hornhaut wird vom Rand her von einem roten Gewebe überwuchert. Die Bindehaut und die Sklera
(das Weiß des Auges) sind dabei entzündet.
Außer der Hornhaut können auch die Bindehäute befallen sein. Die Krankheit ist unheilbar, da
die Krankheitsrsache autoimmun*1 bedingt ist - d.h. in dem Hund selbst verursacht wird.
Wird sie nicht behandelt kann es zur Erblindung führen, da die Hornhaut undurchsichtig wird.
*1 Autoimmunkrankheit
Auf Autosensibilisierung beruhende Autoaggressionskrankheit.
Autosensibilisierung = Sensibilisierung gegen körpereigenes Gewebe, d.h. Auslösung einer Reaktion
immunkompetenter Lymphozyten und der Bildung von Autoantikkörper (gegen sie gerichtete Antikörper)
durch Autoantigene (vom Immunsystem des Körpers nicht als körpereigen akzeptierte körpereigene
Substanz).
Autoaggressionskrankheit = Krankheit die ganz oder teilweise auf die Bildung von Autoantikörpern
zurückzuführen ist.
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Retinaatrophie
Retinaatrophie (Netzhautablösung)
angeborene und erbliche Netzhautdegeneration, die nur die Stäbchen oder Stäbchen und Zäpfchen
betreffen kann. Die Erkrankung führt in jedem Falle zur Erblindung.
Retina = die Netzhaut des Auges; die innerste Schicht des Augapfels, zwischen Glaskörper und
Aderhaut gelegen, von letzterer leicht ablösbar.
Sie besteht aus einem lichtempfindlichen zentralen
und dem lichtenempfindlichen und nur einschichtigen vorderen Teil
( Ziliarkörper und Regenbogenhaut). Sie vermittelt durch ihre Sinnesepithel die Sinnesfunktion.
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Uveitis
Uveitis = Entzündung der Uvea ( lat. uva Traube, traubenförmiges Gebilde) mittlere Augenhaut,
welche die Choroidea, und Iris umfasst.
Die Regenbogenhaut ist ein Organ im Auge, welches wir in Form der Iris sehen.
Sie zieht sich aber durch das ganze Auge.
Die Ursachen für eine Uveitis sind zahlreich.
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Distichiasis
Distichiasis Zweite Wimpernreihe
angeborene oder erworbene Umwandlung einzelner Meibom-Drüsen (Talgdrüsen der Augenlider)
in Haarbalgdrüsen und Ausbildung zweiter Wimpernreihe.
Die Drüsen liegen an der Lidkante. Aus diesen wachsen Wimpern die ständig auf der
Hornhaut reiben. Der Hund zwinkert oft und hat vermehrt Tränenfluss. Bei stärkerer
Reizung können solche Wimpern durch OP entfernt werden.
Einzelne Haare nennt man Distichien.
Zweite Wimpernreihe dann, wenn es eine Reihe von Härchen sind.
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Katarakt - grauer Star

Trübung der Augenlinse . Es gibt verschiedne Formen:
der angeborene Katarakt,
der juvenile Katarakt ( Entwicklungskatarakt),
die erworbene Linsentrübung der Rinde oder des Kerns,
der Altersstar
und der Katarakt aufgrund von Stoffwechselerkrankungen
Der Katarakt kann nur operativ entfernt werden. Am Auge wird ein Schnitt
vorgenommen und die trübe Linse wird zertrümmert und abgesaugt. Anschließend
setzt man eine Kunstlinse ein. Die Operation ist relativ aufwändig und verzeichnet
eine Erfolgsrate von 90 %.
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Glaukom - grüner Star
Störung von Augeninnendruck und Durchblutung der Sehnerven.
Es gibt verschiedene Formen:
primäres Glaukom mit offenem Kammerwinkel = meist im Alter
primäres Glaukom mit verschlossenem Kammerwinkel = akute Form mit anfallartiger Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukomanfall)
sekundäres Glaukom= Augeninnendruckerhöhung infolge einer anderen Augenerkrankung
angeborenes Glaukom = Hydrophtalmus
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Endophtalmitis
Entzündung der Augeninnenräume ( innere Gewebsschichten des Auges)
Die bakterielle oder mykotische Endophtalmitis kann innerhalb von Stunden zur Erblindung
führen. Die phakogene Endophtalmitis ist eine einseitige anteriore und posteriore
Uveitis infolge einer Autoimmunisierung gegen Linsenproteine.
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Linsenluxation
Die Linse löst sich aus ihrer Verankerung und bewegt sich im Augeninneren, meist unmittelbar
hinter der Hornhaut. Ein normales Sehen ist nicht mehr möglich, des weiteren kommt
es zum Druckanstieg im Auge, dem sogenannten grünen Star. Wenn die Linse operativ entfernt
wird, kann man das Sehvermögen erhalten.
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Kirschauge
Vorfall der Nickhautdrüse
Bei dieser Erkrankung kommt es durch eine Vergrößerung der Tränendrüse im dritten Augenlid
zu einem Vorfall der selben. Die Veränderung wird auch als Kirschauge bezeichnet.
Die Therapie besteht in einer Reposition der Drüse. Die Drüse wird mit einer speziellen
Operationsmethode an ihrem Platz fixiert und kann nicht mehr vorfallen. Eine Entfernung der
Drüse ist keine gute Wahl, oftmals kommt es im Alter zu Problemen durch einen Mangel an
Tränenflüßigkeit. Bei manchen Rassen ist die Reposition sehr schwierig, Paradebeispiel ist
der Mastino Neapolitano.
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Netzhautdegeneration - PRA
Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Netzhautdegenerationen, die alle zur Erblindung führen.
Es gibt eine Frühform wo die Hunde mit 12 Monaten erblinden. Sowie eine Spätform, wo erste
Sehstörungen im Alter von 3-6 Jahren auftreten. Die letzte Form kommt häufig vor und wird rezessiv
vererbt.
Rezessiver Erbgang bedeutet, das das dominante Allel das rezessive
überdeckt. Das rezessive Allel wird aber verdeckt vererbt und bleibt im Genotyp erhalten.
Allel = jedes Gen besteht aus zwei Allelen, eins vom Vater und eins
von der Mutter.
PRA freie Hunde sind solche deren Eltern zwei gesunde Gene erhalten haben. Dabei können die
Eltern Trägertiere sein mit je einem gesunden und einem defenkten Gen. Die Welpen dieser
Eltern erkranken nicht und geben das defekte Gen nicht an ihre Nachkommen weiter.
PRA-Träger sind solche Hunde die von ihren Eltern ein defektes und ein gesundes Gen
erhalten haben. Das gesunde Gen ist dominant über das defekte und die Hunde erblinden nicht.
Mit diesen Hunden sollte nicht gezüchtet werden, da sie das defekte Gen weiter vererben.
Als PRA Merkmalsträger bezeichnet man einen Hund der von beiden Elternteilen
je ein defektes Gen vererbt bekommen hat. Diesen Hunden fehlt ein gesundes Gen und
sie werden erblinden, weshalb sie ebenfalls nie in die Zucht gehören da
sie grundsätzlich das defekte Gen vererben.
Bei der PRA sind die Pupillen anfangs grösser und leuchten Nachts. Die Erkrankung
beginnt mit Nachtblindheit.
Mit der Zeit wird auch das Sehen am Tage beeinträchtigt. Eine Erblindung findet ungefähr im Alter
von 9 Jahren statt. Zuerst verändert sich die normale Netzhaut bis sie späterhin nicht mehr zu
erkennen ist.
Diese Erkrankung ist nicht schmerzhaft, verläuft schleichend und ist nicht behandelbar.
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Chorioditis - Chorioretinitis
Chorioditis
Entzündung der Aderhaut (Choroidea)
Man unterteilt dies nach Lokalisation, Erregern (z.B. Borreliosen, Toxoplasmosen) oder
Entstehungsart.
Sie verläuft stets unter Mitbeteiligung der zugehörigen Anteile der Netzhaut, d.h.
als Chorioretinitis und mit nachfolgender Atrophie.
Chorioretinitis
primäre Aderhautentzündung mit folgender Netzhautentzündung.
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Bindehautentzündung
Bindehautentzündung
Verschiedene Reize können die Bindehaut zu vermehrter Durchblutung anregen, welches sich
in Form einer Rötung zeigt.
Das Auge reagiert mit starkem Tränen und Schleimabsonderung. Durch Bakterien entsteht eitriger
Ausfluss. Es ist wichtig die Ursache zu finden um die Erkrankung in den Griff zu bekommen.
Verschiedene Ursachen können sein:
- Fremdkörper, Verletzungen, Staub
- Bakterielle Infektion, Viren
- Meibom Karzinom
- verminderte Tränensekretion
- Allergien
Hornhautgeschwür
= Defekte in der Hornhaut (kein Tumor)
Diese Geschwüre können oberflächlich oder tief sein.
Je tiefer sie sind, desto gefährlicher sind sie und schmerzhaft. Ebenso droht auslaufen
des Auges.
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Keratokonjunktivits sicca - KCS
Trockenes Auge bedeutet, dass zu wenig Tränenflüssigkeit gebildet wird. Ständiges Eitern
ist die Folge.
Die Ursache ist ein fehlerhaftes Immunsystem am Auge.
Augensalbe die den Tränenfluss anregt kann Abhilfe schaffen. In seltenen Fällen muss der
Speicheldrüsengang in den Bindehautsack des Auges verlegt werden, damit das Auge wieder ausreichend
Feuchtigkeit erhält und das Sehvermögen erhalten bleibt.
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Entropium - Ektropium
Entropium
Einwärtskehrung eines Lides, in der Regel das Unterlid. Bei Welpen, deren Augen noch geschlossen
sind ist die Lidstellung normal. Nach dem Öffnen der Augen kommt es zum Entropium und zur
Reizung des Auges. Die möglichen Folgen sind Tränen des Auges, Hornhautveränderungen und
Hornhautgeschwür (letzteres bedeutet den Verlust des Auges)
Durch eine OP kann eine normale Lidstellung hergestellt werden.
Ektropium
Umstülpung des Lides nach außen.Deutlich sichtbar durch ein Herunterhängen der Lider.
Die Hunde neigen zu chronischen Bindehautentzündungen. Die Tränenflüssigkeit kann nicht
richtig ablaufen und die Lider können ihre Schutzfunktion nicht wahrnehmen. Resultierend
daraus kann es zu Hornhautverletzungen kommen (Hund rennt in Dornengebüsch und die Lider
schließen nicht automatisch)
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PPM - Persistierende Pupillenmembran
Entwicklungsstörung, bei der die Membran, aus der sich später die Iris formen soll,
nicht richtig gebildet wird.
Während der Entwicklung des Auges vor der Geburt wird die spätere Pupille von einem
pigmentierten Gefässgeflecht überzogen, welches sich um die Geburt zurückbildet. Bei
ganz jungen Welpen, welche eben erst die Augen geöffnet haben, sieht man oft noch feine
Überreste dieses Geflechts. Wenn pigmentierte Gewebestränge auch noch später sichtbar sind,
dann spricht man von persistierenden Pupillarmembranen. In der Regel haben sie keine oder nur
geringfügige Auswirkungen auf das Sehvermögen des Hundes und treten auch bei vielen Rassen
sporadisch auf.
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SARD - Sudden Acquired Retinal Degeneration
SARD in Deutsch = plötzlich auftretende Rückbildung der Netzhaut
Hierbei handelt es sich um eine Retinastörung deren Ursache unbekannt ist.
Die meisten Hunde erblinden innerhalb mehrerer Tage bis Wochen. Üblicherweise
handelt es sich um Hunde mittleren Alters oder Ältere, alle Rassen sind betroffen.
Es hat sich gezeigt, dass es sich nicht um eine Erbkrankheit handelt. Momentan
untersucht man, ob eine toxische Reaktion in der Retina auftritt, eventuell
verursacht durch ein Zusammenspiel eines Fettnebenproduktes mit Hormonen und Immunsystem.
Obwohl viele Hunde außer der Blindheit keine klinischen Krankheitssymptome haben,
zeigen Studien eine Wechselbeziehung zwischen der Cushing Krankheit und SARD. Ob
Cushing die Ursache oder das Resultat von SARD ist oder ob etwas anderes
gleichzeitig für beides verantwortlich ist, bleibt unbeantwortet. Wegen
der möglichen Verbindung werden Bluttests empfohlen, um Cushing auszuschließen.
Ein Elektoretinogramm (ERG) wird empfohlen, um die Retinafunktion zu berechnen.
Dieser Test hilft, die Diagnose von SARD zu bestätigen oder auszuschließen
und hilft ebenso dabei zu messen, wieviel, wenn überhaupt, Retinafunktion
zu dieser Zeit noch besteht.
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(CEA) - Collie Eye Anomalie
Die CEA wird durch einen Defekt im Augenhintergrund verursacht und ist
erblich bedingt (autosomal rezessiv). Seit 2004 gibt es einen DNA-Test
der abklären kann ob ein Hund Träger, affected (befallen) oder frei ist.
Die CEA tritt vor allem bei Collies, Shelties, Border Collies und verwandten
Rassen wie Australian Shepherd auf. Bei erkrankten Hunden treten in
verschiedenen Graden Veränderungen der Netzhaut auf, von Fehlstellen
der Netzhaut bis hin zur kompletten Netzhautablösung und Einblutungen im Auge.
Das Besondere dieser Erkrankung ist das sich der Schweregrad nicht mehr verändert.
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