Im folgenden findet Ihr eine Auflistung über die Sinnesorgane und deren Funktion
beim Hund. Die Informationen dazu habe ich mir angelesen und versucht in einfachen
Wörten darzustellen und bestimmte medizinische Ausdrücke in "Normalsprache" zu
übersetzten.
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Wie Hunde sehen
Hunde "sehen" ihre Umwelt nicht hauptsächlich durch ihre Augen und Hunde besitzen
nicht das Sehvermögen dass ein menschliche Auge hat, dennoch sind sie unserem
Sehsinn in einigen Bereichen überlegen.
Die Pupille des Hundes z.B. ist weitaus
größer als die eines Menschen. Die Stäbchen auf der Netzhaut des Auges sind verantwortlich
für das Hell-Dunkel-Sehen und davon besitzen Hunde mehr als wir Menschen. Dies erklärt
warum sie auch bei schwachem Licht noch sehr gut sehen können. Wenn man im Dunkeln einen
Hund mit einer Taschenlampe anstrahlt reflektieren die Augen gelb oder auch grünlich. Das
resultiert daher, dass die reflektierende Schicht hinter der Netzhaut wie ein Spiegel
funktioniert. Das eintreffende Licht wird nochmals auf die Netzhaut gegeben und somit
wird erreicht dass die Photorezeptoren auch schwaches Licht wahrnehmen können.
Da Hundeaugen seitlich am Kopf sitzen nehmen sie ihre Umwelt wie ein Panorama wahr.
Sie können entgegen uns Menschen Dinge wahrnehmen die seitlich oder sogar leicht hinter
ihnen liegen. Ein weiterer Unterschied ist, dass Hunde viel besser sich bewegende Objekte
wahrnehmen als fest stehende. Man muss nur beobachten mit welcher Geschicklichkeit Hunde
den Flug eines Balles oder ähnlichem verfolgen. Auch ihnen bekannte Menschen erkennen Hunde
erst in weiter Ferne wenn sich diese bewegen.
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Sinneszellen und Sinnesorgane
Die Funktion der Sinnesorgane ist die Aufnahme von Umweltreizen und Reizen
aus dem Innern des Körpers. Von den Rezeptoren die an den Sinneszellen liegen
werden diese Reize aufgenommen, in ein elektrische Signal umgewandelt
(Transduktion = Reiz-Signal-Umwandlung) und anschließend vom Nervensystem
weitergeleitet. Das entstandene Signal wird dann im
ZNS (Zentrales Nerven System)
verarbeitet und es entsteht eine Information/Antwort.
Die Sinneszellen sind zudem in der Lage Reize zu filtern, das heißt es kommen nur
bestimmte Reize (adäquate Reize) von Mehreren an der Empfangsstation (Rezeptor) an.
Eine weitere Funktion von Sinneszellen ist es, ankommende Signale zu verstärken.
Es gibt 3 Gruppen von Sinneszellen:
- Primäre Sinneszellen (Ursprung neuronal)
Hier finden Aufnahme des Reizes, Umwandlung und Weiterleitung des Signals in
ein und derselben Zelle statt. Ein weiteres Kennzeichen ist, das die Sinneszelle
ein eigenes Axon (Fortsatz der Nervenzelle) besitzt über das das elektrische Signal
weitergeleitet wird.
- Sinnesnervenzellen (Ursprung neuronal)
Die Zellkörper sind weit von der Rezeptorstruktur entfernt. Reizaufnahme, Umwandlung
und Weiterleitung erfolgen ebenfalls in derselben Zelle.
- Sekundäre Sinneszellen
Diese Sinneszellen sind epithelialer Herkunft und besitzen daher kein eigenes Axon.
Die Signale werden über nachgeschaltete Neurone weitergeleitet.
Beispiel: Haarzellen beim Gehörsinn
Reizaufnahme:
Ein Hund kann folgende Umgebungsreize aufnehmen:
- Temperatur (Umgebungstemperatur wahrnehmen und sich anpassen)
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Aufbau des Hundeauges
Das Auge wird umfasst von dem oberen und unteren Augenlid, sowie der Nickhaut
die im unteren Augenlid liegt. Über dem Auge liegt die Hornhaut, darunter die
Iris und die Pupille. Dies sind die Teile die man am Hundeauge erkennen kann.
Nicht mehr sichtbar für unser Auge sind die Linse, die hinter der Iris liegt,
danach kommt der Glasköper und die Netzhaut (hier befinden sich die zum sehen
notwendigen Nervenzellen).

Oberes und Unteres Augenlid - drittes Augenlid Nickhaut
- Oberlid (Palpebra superior)
- Unteres Lid (Palpebra inferior)
- drittes Lid (Palpebra tertia)
Ober- und Unterlid sind bewegliche Hautfalten deren Innenseite mit einem flachen unverhornten
Zellverband versehen ist, welche dann auf die Lederhaut des Auges (Sclera) und anschließend
auf die Hornhaut (Kornea) übergeht. Auf dem freien Lidrand befinden sich die Wimpern die
einerseits verhindern dass Fremdkörper ins Auge gelangen und andererseits durch den willkürlichen
Lidschluß dafür sorgen dass genug Tränenflüssigkeit auf der Hornhaut verteilt wird. Es gibt
zwei Augenliddrüsen, an den Lidkanten befinden sich Talgdrüsen und an den Wimpern die Wimperndrüsen,
welche bei Entzündung das sogenannte Gerstenkorn verusachen.
Die Nickhaut, das sogenannte dritte Augenlid. Wenn auf den Augapfel Druck ausgeübt
wird fällt es über die Hornhaut (Kornea).An Außen- und Innenseite befinden sich
Lymphknoten (Lymphfollikel). Bei der follikulären Konjunktivitis sind diese vergrößert
und werden oftmals durch ausschaben entfernt.
Bindehaut
ist eine Schleimhaut und reicht von der Innenfläche der Augenlider bis
zum Rand der Hornhaut. Die Bindehaut hat ebenfalls eine Schutzfunktion
gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Bakterien.
Hornhaut (Kornea)
sie besteht aus einem klaren Gewebe und muss einen bestimmten
Quellungszustand aufrecht erhalten. Dafür verantwortlich sind
einmal die Tränenflüssigkeit und das Kammerwasser welches sich hinter
dem Auge befindet. Die Hornhaut ist ohne Gefäße, nur bei Entzündungen
wie der Keratitis kommt es zu Gefäßeinsprossungen wodurch die Sicht
vermindert wird.
Iris
= Regenbogenhaut (Teil der mittleren Augenhaut). Die anhängenden
Muskelzellen regulieren die Pupillenweite und damit die Stärke des
Lichteinfalls. Für blaue Augen ist das durchschimmernde Pigmenthepithel
an der Hinterfläche der Iris verantwortlich. Wenn an dieser Stelle mehrere
Pigmente in großen Mengen auftreten so kommt es zur braunen Augenfarbe.
Retina
= Netzhaut des Auges. Sie besteht aus 10 Schichten wobei sich in der 9.
Schicht die Photorezeptoren befinden die zu 95% aus Stäbchen (schwarz-weiß sehen) und
zu 5% aus den Zapfen (Farb-Sehen) bestehen. In der 10. Schicht regulieren Pigmentepithel
die Lichtempfindlichkeit der Netzhaut. Bei Helligkeit drücken die Fortsätze
des Pigmentepithels in den Photorezeptorbereich ein und umhüllen diesen.
Bei Dunkelheit ist es umgekehrt, das Pigmentepithel verschwindet gänzlich
aus dem Bereich der Stäbchen und Zapfen.
Linse - Augenkammer
Die Linse liegt hinter der Pupille. Vor der Linse befinden sich die vordere
(zwischen Hornhaut und Regenbogenhaut bzw. Linse gelegen) und hintere
(zwischen Regenbogenhaut und Glaskammer gelegen) Augenkammer, hinter
der Linse der Glaskörperraum (besteht zu 98% aus Wasser). In den
Augenkammern befindet sich klares Kammerwasser. Die Produktion und
Abfluß vom Kammerwasser befindet sich in einem Gleichgewicht. Treten
Störungen im Abfluß auf kommt es zur Erhöhung des Augendruckes (grüner Star - Glaukom).
Choroidea
= Aderhaut, mittlere Schicht der Augenhaut. Sie ist das am stärksten durchblutete
Gewebe des Körpers und ernährt die äußere Netzhaut. Man bezeichnet diese auch als
Uvea, eine Entzündung als Uveitis.
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Wie gelangt ein Geräusch ins Ohr?
Lassen wir z.B. einen Gegenstand fallen, erzeugt dieser beim Aufprall
eine Veränderung im Luftdruck. Über Schallwellen gelangt dieses
"Geräusch" an das Trommelfell, dann an das Innenohr (Schnecke)und wird von den
dortigen Haarzellen weiter transportiert (siehe Beschreibung Innenohr).
Schallwellen sind mechanische Schwingungen die durch Luft oder Wasser übertragen
werden können. Die sich vom Geräusch ausbreitenden Schallwellen erzeugen eine
periodische Verdichtung/Verdünnung der Luftpartikel. Die Häufigkeit der Verdichtung
der Schallwellen wird Frequenz genannt, der Abstand zwischen den Verdichtungen wird
als Schallwellenlänge bezeichnet. Die mechanischen Schwingungen der Schallwellen erzeugen
eine Änderung des Luftdrucks was man als Schalldruck bezeichnet.
Wie laut ein Schallreiz ist,
hängt vom Schalldruck ab. Die Maßeinheit der Schallreizstärke ist db SPL
(Dezibel „sound pressure level").
Hunde können weitaus höhere Frequenzen als wir Menschen wahrnehmen, nämlich
im Bereich von 45.000 bis 65.000 Hz (Hertz = Einheit der Schwingungen pro Sekunde).
0 dB können Menschen so gerade eben noch hören, Hunde dagegen können noch weit in
den minus-dB Bereich hören.
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Aufbau des Hundeohres
Das Ohr kann man in 3 Teile aufgliedern:
Äußeres - Mittleres - Inneres Ohr
Das Ohr dient zum einen der Wahrnehmung von Geräuschen (in allen 3 Ohrteilen)
und zum andern fungiert es
als Gleichgewichtsorgan (nur im Innenohr).

Zum äußeren Ohr (Auris Externa) gehören die Ohrmuschel, der äußere Gehörgang
und die Muskeln.
Die äußere Haut ist je nach Rasse/Mix unterschiedlich behaart, auf der inneren Haut
befinden sich Haare zum Schutz vor Fremdkörpern und Schmutz. Diese Haut geht über
in den äußeren Gehörgang. Hier befinden sich die Ohrenschmalz produzierenden Talgdrüsen.
Das anschließende Trommelfell ist die Grenze zum Mittelohr.
Die Funktion des äußeren Ohres
ist die Weiterleitung und das Auffangen der Schwallwellen und derer Orientierung zum
Trommelfell. Der Schall selbst wird von der Ohrmuschel aufgenommen, welche auch für
die Ortung der Schallquelle zuständig ist. Das Trommelfell (Membrana Tympani)
befindet sich an der Grenze vom äußeren Gehörgang zum Mittelohr.
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Im Mittelohr (Auris Media) befinden sich:
- Hörtrompete (Eustachische Röhre, verbindet Mittelohr mit dem Nasenrachenraum
und dient dem Druckausgleich zwischen Mittelohr und Umwelt)
- die Gehörknöchelchen: Hammer (Malleus), Amboß (Incus) und Steigbügel (Stapes)
Das Mittelohr ist ein mit Luft gefüllter Raum der nach außen hin durch das
Trommelfell abgeschlossen ist. Die Schwingungen des Trommelfells werden
durch die Mittelohrknochen auf das Innenohr übertragen.
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Das Innenohr (Auris Interna)besteht aus:
- den Bogengängen (Ort für den Gleichgewichtssinn)
- die Schnecke (Cochlea) bestehend aus drei Kanälen die mit Flüssigkeit gefüllt sind.
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Das eigentliche Hörorgan (Corti-Organ) befindet sich in dem mittleren Kanal der
Schnecke.
Hier sitzen die Haarzellen umgeben von Stützzellen welche zusammen
die Basilarmembran bilden. Das Ende der Haarzellen berührt die sogenannte
Reissner-Membran (Membran = „zarte„ Haut). Durch den Schall wird die
Flüssigkeit in Schwingung versetzt was zur Folge hat das die Basilarmembran
ebenfalls schwingt. Durch diese Bewegung treffen die Haarzellen auf die
Reissner-Membran und werden bei der Schwingung „geschert„. Dieses Scheren
ist der ausschlaggebende Reiz für die Sinneszelle wodurch eine Transduktion
(Reiz-Signal-Umwandlung) erst erfolgen kann.
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Gehör eines blinden Hundes
Jamie´s Gehör ist noch besser ausgebildet als das meiner Hunde und der
Hunde die wir gut kennen. Ob das Gehör blinder Hunde generell besser ausgebildet ist
kann ich nicht beweisen (bin kein Wissenschaftler), halte es aber für eine Tatsache.
Jamie kann zum Beispiel durch die geschlossene Haustüre hören weit hinaus auf
die Straße hören.
Beispiel: wir befinden uns in der geschlossenen Wohnung.
Jamie richtet plötzlich ihre Ohren Richtung Haustüre und nach kurzer Zeit
fängt sie an zu bellen und rennt zur Türe. Als ich durchs Fenster schaue sehe ich nichts,
keinen Menschen, Hund oder anderes. Doch Jamie schlägt weiterhin an und ich lasse sie
dann doch zur Türe raus. Als wir draußen sind biegt die Mutter von meinem
Freund mit ihrem Hund gerade in die Straße ein (ca. 200m entfernt). Der Hund
trägt immer klimpernde Marken am Halsband, wahrscheinlich hat Jamie dieses
Geräusch schon gehört als sich Mutter und Hund noch auf der Hauptstraße befanden
und wurde aufmerksam. Da "Schwiegermutter" nie um dieselbe Zeit oder regelmäßig an
unserer Straße vorbeigeht kann es definitv nichts mit Gewohnheit zu tun haben.
Es gibt noch viel mehr "Beweise" dafür dass Jamie viel besser hören kann als meine Jungs.
Diese aber alle aufzuführen würde den Rahmen sprengen.
Nur ein Vorteil sei noch erwähnt, denn Jamie hat Stehohren.
Durch drehen der Ohrmuscheln können Hunde die Geräusche orten. Hier sind die Hunde mit
Stehohren etwas im Vorteil, da sie ihre Ohrmuscheln anhand der Ohrform besser
drehen können. Bei Hunden mit Schlappohren dagegen hängen die Ohrmuscheln etwas
herab und können nicht richtig gedreht werden.
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Geschmacks- und Geruchssinn
Durch die Nase sieht der Hund seine Umwelt (Makrosmatiker) und bildet sich ein Bild davon
im Gehirn. Über seine Artgenossen erfährt er durch direktes schnüffeln am
Hund oder indirektes Riechen an Markierungen das Alter, Geschlecht und den
Gemütszustand des jeweils anderen. Sie sind auch sehr sensibel uns Menschen
gegenüber und können unsere jeweiligen Gemütszustände wie Angst, Wut, Trauer,
Freude und vieles andere erriechen.
In der Nasenhöhle wird die eingeatmete Luft an die Körpertemperatur
angeglichen. Dies geschieht durch die sehr gute Blutversorgung der Nasenhöhle
und der Turbulenzen (Luftwirbel).
Die Nasenschleimhaut übernimmt die Feuchtigkeitssättigung der Atemluft.
An den Nasenlöchern befindet sich ein feiner Haarbesatz der dafür sorgt
das Fremdpartikel, z.B. Insekten, aufehalten werden. Kleinere Partikel wie
Bakterien oder Sporen bleiben an der feuchten Schleimhaut haften und können durch
Niesen wieder herausbefördert werden.
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Aufbau der Hundenase

Der Nasengrund des Hundes ist mit der Riechschleimhaut bedeckt und wird
Riechfeld genannt. Dort sitzen die Riechzellen (Nervenzellen),
welche regelmäßig erneuert werden, die Stützzellen und Basalzellen.
Das Nasenbodenorgan ist besser bekannt als das Jacobsonsche Organ und reicht
bis zum zweiten prämolaren Backenzahn mit Verbindung zur Mundhöhle. Das
Nasenbodenorgan ist eine dicke Röhre die nur wenige Millimeter groß und von
innen mit Riechepitheln besetzt ist. Seine Funktion ist die Aufname von
Geruchsreizen aus der Nahrung und die Wahrnehmung von Pheromonen.
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Der Geschmackssinn
Auf der Zunge des Hundes befinden sich Papillen die die Geschmacksknospen beherbergen.
Anhand der Speicheldrüsen zersetzen Hunde die Nahrung in chemische Einzelteile.
Die Speicheldrüsen sitzen unter der Zunge, hinter den Ohren, unter den Augen und
im hinteren Maulbereich. Hunde besitzen weitaus weniger Geschmacksknospen als
Menschen (Mensch ca. 9.000 - Hund nur ca. 1.600). Hunde schmecken salzig-bitter-sauer-süß
und verfügen zusätzlich noch über Geschmacksknospen die an Fleischhaltige
Substanzen gebunden sind und Knospen die auf Wasser reagieren.
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Der Tastsinn
Auch durch den Tastsinn erforschen Hunde ihre Umwelt. Dazu gehört der Körperkontakt
(wichtig für die emotionale Bindung), Kälte, Wärme und Schmerz. Wenn wir den Hund streicheln
spürt er dies über Rezeptoren die unter der Haut sitzen und die Empfindung an das Gehirn weiter
leiten. An den Pfoten befinden sich Nerven die dem Hund signalisieren auf welchem Untergrund er
gerade läuft. Deutlich wird dies wenn man einen Hund beobachtet der auf eine Eisfläche gerät.
Die Pfoten leiten das Gefühl an das Gehirn weiter und der Hund fängt an unsicher zu laufen
weil der Untergrund glatt ist.
Ein weiterer wichiger Tastsinn sind die Haare an der Schnauze des Hundes
(Vibrissen). Auch diese geben Informationen über die Umwelt an das Hundehirn
weiter. Diese Haare sind dick, fest und tief in der Haut verankert. Beobachte
ich Jamie intensiv beim laufen merke ich dass ihre Tasthaare nach vorne gerichtet
sind. Sobald ein Gegenstand auftaucht (Mülleimer z.B.) spüren die nach vorne
gerichteten Tasthaare dies zuerst und leiten die Information in Sekundenschnelle
ans Gehirn weiter. Der Hund stoppt weil ihm ein Hinderniss signalisiert wird.
Dies erklärt warum auch blinde Hunde nicht immer mit einem Hinderniss kollidieren
sondern frühzeitig abbremsen. Um das Hinderniss zu erspüren streifen zuerst die
Tasthaare über dieses und erkunden somit die Beschaffenheit und Oberfläche des Gegenstandes.
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